Wer sie auf der Buehne erlebt, weiss, diese Opernsaengerin ist ein Gedicht! Ihre weiche Stimme, die die Buehne mit romantischer Melancholie erfuellt, passt wunderbar auch diese Saison wieder zu Puccinis schoener Heldin, Mimi in der Oper LaBoheme, wie sie letzte Saison in LeonCavallos "Palliacci" und in der davor liegenden, in Gaetano Donizettis Lucia di Lammermoor bewiesen hatte.
Dass es sich immer um dramatische Tragoedien handelt, kann man erahnen, jedoch nicht so direkt wie in der Entwicklung einer ungluecklichen Heldin handelt, die von den Geistern der Vergangenheit und den ihr aufgebundenen Pflichten einer Adeligen Tochter, noch denen einer verkannten treuen Seele handelt, was in Lucia di Lammermoor von den ersten Szenen an klar ist. Das kurze Liebesglueck mit ihrem Rodofo ist ueberschattet und zum scheitern bestimmt. Zu grossist die Armut der Boheme, Kuenstlern, Malern und Poeten, im Paris des 19. Jahrhunderts – der Stoff fuer grosse Opern! LaBoheme ist eine dieser Traumrollen, die zu singen, wie Lucia DiLammermoor , erzaehlt uns heute Ashley Milanese. ( Das Interview ist auf Englisch, da Ashley Italienisch und Franzoesisch kann) Ashleys Deutsch beschraenkt sich bisher auf Gesang, wie die Rolle der Ersten Dame in Mozarts Zauberfloete, und den Sandmann in Hänsel und Gretel umfasst).
Das Opera Magazines Meinung zu Ashley Milanese spricht uns aus dem Herzen, so sagt der Rezensent: „Dramatisch und stimmlich überzeugender als alles, was ich auf internationalen Bühnen gesehen habe … ein umfassendes, facettenreiches Klangporträt, eloquent vorgetragen und wunderschön im Klang.“
Gelobt für ihren „grosse lyrische Sopranstimme, die ebenso zu atemberaubenden sanften Effekten fähig ist“ (Philadelphia Magazine), entwickelt sich die junge italienisch-amerikanische Saengerin Ashley Milanese mit Auftritten an der Metropolitan Opera, dem Teatro Regio Torino und der Komischen Oper Berlin schnell zu einer aufregenden jungen Persönlichkeit in der Opernwelt. Ihre Auftritte hatte sie bereitsan der Philadelphia Oper, beim Mostly Mozart Festival, an der Sarasota und der New Orleans Opera, dem Ljubljana, dem Adelaide Music Festival, und mehr.
Frau Milanese studierte an der Juilliard School und am Curtis Institute of Music, wo sie ihren Bachelor of Music, Master of Music und ihr künstlerisches Diplom abschloss.
LaBoheme spielt in Sarasota noch bis Ende Maerz, sarasotaopera.org.
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Vor ausverkauftem Haus und unter der Leitung von Maestro Anthony Barrese begann auch die zweite Opern Premiere auf der Buehne des schoenen Sarasota Opernhauses mit einer ganz neuen und glanzvollen Produktion von Franz Lehars "Lustiger Witwe", hier in Florida - einer sehr amuesanten "Merry Widow"! Zumeist sieht man diese Operette zum Jahresausklang auf deutschsprachigen Buehnen, besonders in Oesterreich oder Deutschland, besondersin dieser Zeit, freut man sich ueber die vielen Walzermelodien und schoenen Tanzeinlagen der elegant gekleideten Darsteller. Und tanzen konnten sie alle beschwingt, ueber eine Buehne der Sarasota Opera, deren Buehnenbilder zwischen Ballsaal- und Garten-Architektur mit zu Schwaenen gekuerten gruenen Hecken, mit viel Applaus begruesst wurden.
Fuer die Sarasota Opera ist dies eine wunderbar charmante Neuproduktion mit Buehnenbildern (Steven C. Kamp) im Jugendstil! Der Garten ist voller schoenster Pflanzen, zurechtgeschnittener Schwaene und dem fuer die Geschichte so wichtigen Gartenhaeuschen. Die Kostueme (Howard Tsvi Kaplan) lehnen sich an die Zeit und Szenerie Lehars an, denn der aus dem Austro-Ungarischen stammende Komponist hat auch Folkstuemliche Weisen zwischen seine vielen Walzer eingebaut, sodass die Ungarischen angehauchten Maedchen und Junge Maenner im Pusta-Look perfekt in diese musikalische Szenerie passen. Es wird gesungen und getanzt, Blumenkraenze in den Haaren und Stiefel mit Pumphosen bei den Maennern, und schoenste Kleider und elegante Anzuege der Pariser Gesellschaft erfreuen uns.
Das Winter Opernfest mit Buehnenregisseurin Katherine Carter in dieser Produktion bringt uns eine perfekte Inszenierung mit eleganten Kostuemen und einem vom Jugendstil-inspirierten Buehnenbild, das dem Ursprung der Operette perfekt angepasst ist.
Das Publikum ist angetan von einer leichten Verwechslungsgeschichte, die von Liebe und Eiffersucht gepraegt, mit vorprogrammiertem Happy End, alle immer wieder schmunzeln laesst. Die hinters Licht gefuehrten Maenner, zwei sehr raffinierte Frauen, Hanna Glavari (Raquel Gonzalez mit schoener weicher Mezzo-Stimme) und Sopran Sarah Kennedy als die schlaue freiheitsliebende Gattin des Botschafters bilden den Zentralpunkt der Hauptdarsteller. Der kokettierende Held Graf Danilo Daniliowitch (Jake Stamatis mit viel Schauspieltalent zur grossen Stimme) wird von der Witwe Glavari schon immer geliebt, aber offiziell will er sich nun nicht wieder binden, denn seine grosse Liebe, damals arm, hat ihn nun weit uebertroffen. Da will er nicht zu Kreuze kriechen, denn er ist selbst ist nicht nur stolzer Graf, inzwischen auch Botschaftssekretaer. So wird sich eine Oper lang zunaechst gezankt, bis man sich wieder findet.
Diplomaten und Amuesement im schoenen Paris, und das liebe Geld, sind die zentralen Themen, und wenn man will, dass sich alle dem eigenen Land ergeben, so ist es doch recht schwer, dieses Ziel zu verwirklichen. Patriotismus geht nicht so weit, dass alle sich ihm (ver)beugen.
So einiges wird vertuscht, wenn die untreue Ehefrau des wichtigsten Mann im Aussendienst fuer seinen Staat, ihre Spielchen treibt! Er sollte ihr vielleicht danken, denn damit ist die Wahl der Graefin bei dem, den man ihr zugedacht hat, die einzige.
Der Opern Chor, der wie immer aus den Solisten und Solistinnen des Apprentice Programms zusammengesetzt ist, fuellen den Saal mit herrlichem Gesang und tanzen gerne Walzer. Neben der reichen Pontevedrischen Witwe Hanna und Sarah Kennedy als Gattin des Botschafters (Adam Hirama Wells), ist Patrick Bessenbacher als Camille eine Ueberraschung, ein Tenor zum Dahinschmelzen, mit herrlich lyrischer Stimme! Viele der weiteren Stimmen kennt man von Auftritten in Sarasota, St.Petersburg, und Tampa Opernhaeusern der letzten Jahre, wo sie alle mit ihren schoenen Stimmen und Schauspieltalent beeindruckten.
Das Sarasota Winter Opernfest ist etwas ganz besonderes, vier Opern in drei Tagen sind fuer grosse Fans moeglich, Stop-Over in Sarasota. Deshalb die aus aller Welt hierher reisenden Besucher, diesmal Begegnungen mit einer Oesterreichisch-Ungarischen Fantasiewelt, wie sie nur Lehar erfinden kann. In den beiden Pausen, Gespraeche zur Oper, Wiedersehen mit alten Bekannten und neuen Opernliebhabern, die hier zwischen Theater und Opernabenden ein reichhaltiges und vor allem hochwertiges Kulturelles Angebot vorfinden, und deshalb schon Sarasota, Florida auch zu ihrer zweiten Heimat gemacht haben, wie man oft erfreut feststellen kann.
Na, dann bis zur naechsten Premiere in zwei Wochen! Bravi fuer alle auf ( und hinter) dieser Buehne !
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Weitere grosse Opern, Verdis Il Tovatore und Floyds "Susannah!"
Das Winter Opernfestival bringt seit dem 14. Februar seine vier schoenen Opern 2026. Alle noch weiter zu sehen.Karten unter www.sarasotaopera.org
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